Das Jahr 1999

Tätigkeitsbericht des Kommandanten für das Jahr 1999

Mein Tätigkeitsbericht als Kommandant beinhaltet die mit Sontheim und Söhnstetten gemeinsam durchgeführten Veranstaltungen.

Der Gesamtfeuerwehr Steinheim gehörten zum Jahresende 1999 110 aktive Feuerwehrmänner an, das sind 2 Mann weniger als Ende 1998. Diese teilen sich wie folgt auf:

  • Steinheim
  • Söhnstetten
  • Sontheim
52 Mann
41 Mann
17 Mann

In der Abteilung Steinheim ist die Mannschaftsstärke gleichgeblieben. Den Austritten von Christian Krknjak und Karl Fink standen die Neueintritte von Peter Braun und Stefan Heers gegenüber.

In Sontheim hat sich der Personalbestand durch den Eintritt von Rolf Beißwanger um 1 Mann erhöht.

In Söhnstetten reduzierte sich die Mannschaftsstärke um 3 Mann, dies resultiert aus dem Austritt von Heinz Niederberger nach 26 Jahren Dienstzeit sowie den Austritten von Marco Banzhaf, Andreas Clement und Joachim Maurer. Dem stand der Übertritt von Jens Grieser von der Jugendfeuerwehr in den aktiven Dienst gegenüber.

Der Jugendfeuerwehrgruppe Söhnstetten gehörten zum Jahresende 1999 13 Jugendliche an. Dem Übertritt von Jens Grieser in die Aktive Wehr sowie dem Austritt von Michael Vogel standen die Neueintritte von Melanie Heinzmann, Ramona Klement, Sascha Pless und Frank Vögele gegenüber.

Die Anzahl der Angehörigen der Altersabteilung ist gleich geblieben und beträgt zum Stand 31.12.99 18 Mann.

Übungen und Dienste

Im Jahr 1999 wurden von der Steinheimer Wehr außer der Hauptversammlung 15 weitere Übungen abgehalten. Zusätzlich wurden noch eine Maschinistenübung und für die Atemschutzgeräteträger je eine Übung in der Atemschutzstrecke der Feuerwache Heidenheim durchgeführt.

Neben einem Unterricht, einer Betriebserkundung bei der Firma Aldrich sowie den Übungen in den verschiedenen Teilorten möchte ich hier besonders die Gesamtfeuerwehrübung am 18. April erwähnen. Übungsobjekt war das landwirtschaftliche Anwesen von Hans-Peter Mack in Sontheim. Aufgrund der abgelegenen Lage dieses Aussiedlerhofes wurden wir hier vom Schlauchwagen des Landkreises unterstützt. Die Wasserversorgung wurde durch eine zusätzliche Schlauchleitung vom Industriegebiet Steinheim aus sichergestellt. Neben dieser Überprüfung der Wasserversorgung konnte die Zusammenarbeit der Abteilungen untereinander und mit der DRK-Bereitschaft unter realistischen Bedingungen geübt werden.

Die Nachtübung der Abteilung Steinheim und Sontheim fand im September beim Schuhhaus Kölle und bei der Raiba in der Hauptstraße statt und brachte ebenfalls wichtige Erkenntnisse, wie hier bei einem Ernstfall vorzugehen ist.

Die Aufgabenstellung bei der Hauptübung bezog sich hauptsächlich auf die Menschenrettung sowie die Brandbekämpfung unter Beachtung der Gefahr einer Staubexplosion und wurde bei dem Gebäude der Getreidemühle in Steinheim durchgeführt.

Im Rahmen von monatlichen Arbeitsdiensten wurde in Steinheim die Pflege und Wartung der Fahrzeuge und der Fahrzeughalle durchgeführt. Außerdem wurden die jährlichen Sicherheitsüberprüfungen der Leitern für alle Abteilungen zentral bei einem Arbeitsdienst durchgeführt. Neben den vom Wehrdienst freigestellten Kameraden haben sich hier die Maschinisten ebenfalls stark engagiert.

Die Schutzleiterprüfung der elektrischen Geräte wurde in Steinheim von Ulrich Weiler und in Söhnstetten von Martin Waldenmaier durchgeführt.

Die 2 Zivilschutzräume bei der Firma Schuck und in der Tiefgarage Weberstraße wurden im Rahmen von 3 Arbeitsdiensten überprüft und gewartet. Im Rahmen dieser Arbeiten erfolgte auch die TÜV-Abnahme beider Schutzräume.

Ausbildung

Im Jahr 1999 besuchten 16 Mann die Lehrgänge auf Kreisebene.

Grundausbildung: 8 Mann

Steinheim Söhnstetten Sontheim
Peter Braun
Stefan Heers
Timo Neukamm
Matthias Schmidt
Thomas Beilharz
Jens Grießer
Rolf Beißwanger
Jörn Jooß

Atemschutzlehrgang: 8 Mann

Steinheim Söhnstetten Sontheim
Markus Bandtel
Peter Braun
Stefan Heers
Jochen Maier
Matthias Schmidt
Gerd Ziegler Stephan Blessing
Jörn Jooß

Maschinistenlehrgang: 0 Mann

Für einen Maschinistenlehrgang sind im Moment 5 Mann angemeldet, wir hoffen, daß diese Feuerwehrkameraden im Frühjahr 2000 die Ausbildung in Heidenheim absolvieren können.

An der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal wurde der Lehrgang Führen von Einheiten über Zugstärke von Eberhard Kieser besucht.

Der Gesamtfeuerwehr stehen damit zur Zeit

Steinheim Söhnstetten Sontheim
61 Atemschutzgeräteträger 32 20 9
36 Maschinisten 17 15 4
21 Gruppenführer 10 8 3

zur Verfügung.

Unter der Leitung von Ulrich Weiler und Frieder Maier wurden 2 Gruppen auf die Abnahme des Leistungsabzeichens in Bronze vorbereitet. Beide Gruppen legten die Prüfung am 10.07. in Dettingen mit 0 Fehlerpunkten und sehr guten Zeiten erfolgreich ab. Folgende Feuerwehrmänner waren an diesem Erfolg beteiligt:

  • Markus Bandtel
  • Stephan Blessing
  • Peter Braun
  • Dieter Birkhold
  • Andreas Hauber
  • Stefan Heers
  • Jörn Jooß
  • Jörg Klingler
  • Holger Kuch
  • Jochen Maier
  • Timo Neukamm
  • Martin Prager
  • Matthias Schmidt

Ich darf mich an dieser Stelle nochmals herzlich bei den beiden Ausbildern Ulrich Weiler und Frieder Maier für die geleistete Arbeit bedanken, und hoffe, daß diese Gruppe zusammenbleibt und 2000 das Leistungsabzeichen in Silber ablegen kann.

Einsätze

Die Gesamtwehr hatte im Jahr 1999 insgesamt 58 Einsätze zu bewältigen. Davon waren 47 Einsätze in Steinheim, 6 Einsätze in Söhnstetten und 4 Einsätze in Sontheim. Bei einem Einsatz waren die Abteilungen Steinheim und Söhnstetten gemeinsam zur Überlandhilfe nach Gussenstadt ausgerückt.

Die 58 Einsätze teilen sich wie folgt auf:

  • 1 Großbrand am 30.07. in einem Holzverarbeitenden Betrieb in Gussenstadt
  • 2 Kleinbrände a
    • am 03.02. ein Kaminbrand
    • am 16.10. ein Flächenbrand
  • 4 Kleinbrände b
    • am 01.01. ein Containerbrand
    • am 30.04. ein Pkw-Brand
    • am 14.07. ein Zimmerbrand
    • am 18.07. ein Flächenbrand
  • 43 Technische Hilfeleistungen davon
    • 1 x VU mit eingeklemmter Person
    • 4 x VU mit Ölspur
    • 3 x Ölspur beseitigt
    • 3 x Keller auspumpen
    • 1 x Notwasserleitung verlegt
    • 15 x umgestürzte Bäume beseitigt
    • 10 x technische Hilfeleistung bei Sturmschaden
    • 4 x Sicherungsmaßnahmen
    • 2 x Wohnungsöffnungen
    • 8 x Fehlalarme durch Brandmeldeanlagen

Bei diesen Einsätzen konnte insgesamt eine Personen gerettet werden; eine Person konnte leider nur noch tot geborgen werden. Bei diesem Einsatz kam uns erstmals der Fachberater Seelsorge zu Hilfe und half mit, die schwierige Situation an der Einsatzstelle zu bewältigen.

Überlandhilfe durch die Feuerwehr Heidenheim mußte insgesamt 5 x angefordert werden um uns mit technischem Gerät bei 2 Verkehrsunfällen, 1 Ölunfall und 2 Wohnungsöffnungen zu unterstützen.

Erwähnenswert ist hier noch das ausbringen von 2 Ölsperren im Wedelgraben. Dies war erforderlich um ausgelaufenen Kraftstoff von der Wasseroberfläche aufzufangen.

Die Zahl der Einsätze erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr deutlich. Diese Zunahme resultiert aus dem Orkan Lothar, durch den die Gesamtfeuerwehr Steinheim alleine am 2. Weihnachtsfeiertag 31 Einsätze zu bewältigen hatte.

Sonstige Veranstaltungen

Höhepunkt im vergangenen Jahr waren die Veranstaltungen zum 50-jährigen Jubiläum des Kreisfeuerwehrverbandes im Juli in Heidenheim. Die Feuerwehr Steinheim war sowohl an den Schauvorführungen in der Innenstadt wie auch am Festgottesdienst und am Festabend beteiligt. Besonders erwähnen darf ich hier die ausgezeichnete Festschrift zu diesem Jubiläum, welche federführend von unserem Fachberater Öffentlichkeitsarbeit Kamerad Klaus-Dieter Kirschner in sehr vielen Arbeitsstunden gestaltet wurde.

Ebenfalls im Juli konnte im Rahmen eines Steinheimer Tages die Feuerwehr von Steinheim/Hungen besucht werden. An 2 Tagen besuchten wir die Festveranstaltungen um alte Freundschaften zu vertiefen und neue Kontakte zu den anderen Steinheimer Wehren zu knüpfen. Auch diese Veranstaltung wird uns noch lange in angenehmer Erinnerung bleiben.

Bei der Teilnahme am Vereinspokalschießen mit 6 Herren und 2 Damenmannschaften konnte der 3. Platz durch die Mannschaft Feuerwehr 1 belegt werden.

Beim Kreisfeuerwehrmarsch Mitte Mai in Mergelstetten beteiligte sich die Gesamtwehr mit einer stattlichen Gruppe um die landschaftlich sehr schöne Strecke zu durchwandern.

Im Rahmen einer Fahrübung wurden die Feuerwehrkameraden in Großkuchen anläßlich der Übergabe ihres Gerätehauses besucht.

Den Auftakt zu unserem Grillabend der Abteilungen Steinheim und Sontheim am 19. Juni bildete das Geschicklichkeitsfahren für die Maschinisten, das erstmals auf Kreisebene ausgetragen wurde. Im Rahmen des sehr gut besuchten Grillabends konnte dann die Siegerehrung durchgeführt werden.

Der Ausflug führte uns dieses Jahr nach Schwäbisch Hall. Den Auftakt bildete hier die Besichtigung des Feuerwehrmuseums. Von 2 Kameraden der Feuerwehr Schwäbisch Hall wurde hier ausführlich über die ausgestellten Feuerwehrgeräte informiert. Eine Führung durch die malerische Altstadt von Schwäbisch Hall und die Kirche St. Michael und ein Besuch des Hohenloher Freiland Museums in Wackershofen rundeten das Programm ab.

Der Kameradschaftsabend stellte wie jedes Jahr wieder den Glanzpunkt im geselligen Jahresablauf dar, und es wurde wieder bis in die frühen Morgenstunden getanzt und gefeiert.

Im sozialen Bereich hat sich eine Gruppe von 4 Mann beim Hausbau der Aktion Freunde schaffen Freude in Dischingen engagiert und an einem Samstag mit Männern der anderen Feuerwehren des Kreises gearbeitet.

Sitzungen

Im abgelaufenen Jahr wurden 3 Gesamtausschußsitzungen abgehalten . Der Abteilungsausschuß der Abt. Steinheim/Sontheim traf sich neben 4 Ausschußsitzungen auch zu einem gemütlichen Zusammentreffen Anfang 1999 in der Wentalgaststätte.

An folgenden dienstlichen Veranstaltungen auf Kreisebene wurde teilgenommen:

  • am 16. April an der Kdt. Dienstversammlung und HV des Kreisfeuerwehrverbandes in Heidenheim
  • 4 Ausschußsitzungen des Kreisfeuerwehrverbandes

Als Kommandant nahm ich an insgesamt 4 Kommandanten-Dienstversammlungen teil.

Die Feuerwehr Steinheim ist in allen 4 Arbeitskreise der Feuerwehren des Landkreis Heidenheim vertreten. Die Arbeitskreise beschäftigen sich mit den Themen

  • Ausbildung/Weiterbildung
  • Technik/Beschaffung
  • EDV
  • Leitstelle / Einsatz und Katastrophenschutz

Vom Arbeitskreis 4 Leitstelle/Einsatz wurden die Katastrophenschutzzüge neu gegliedert und in mehreren Sitzungen die erforderlichen Vorkehrungen für die Jahrtausendwende erarbeitet.

Sehr viel Zeit nahm die Erstellung der Studie "Qualitätskriterien im Brandschutz und technische Hilfeleistung" in Anspruch. Nach einem kreisweit einheitlichen Schema wurde eine Bestandsaufnahme der vorhandenen Gefahrenschwerpunkte und der zur Gefahrenabwehr verfügbaren Mittel durchgeführt. Die Fortführung dieser Studie und die Entschärfung der erkennbaren Gefahrenschwerpunkte wird uns auch in den nächsten Jahren nachhaltig beschäftigen.

Als Einrichtung der Gemeinde ist die Feuerwehr auch im preisgekrönten Internetprojekt "Steinheim Online" mit vertreten. Die Gestaltung und die Aktualisierung dieser Seiten wurde von Harald Maier durchgeführt, dem ich an dieser Stelle meinen Dank und meine Anerkennung für die geleistete Arbeit aussprechen darf.

Anschaffungen

Im Jahr 1999 wurden folgende größere Anschaffungen durchgeführt:

  • 2 Atemschutzgeräte als Ersatzbeschaffung
  • 1 FMS-Auswertegerät und 4 FMS Handhörer für die Fahrzeuge von Steinheim
    Es handelt sich bei diesen FMS Funk-Melde-System Geräten um Nachrüstungen beim Fahrzeugfunk und an der Feststation . Dies sind noch Investitionen die aus der Zusammenlegung der Leitstelle resultieren. Hier wurde 1999 die Abteilung Steinheim nachgerüstet. Für die Abteilungen Söhnstetten und Sontheim ist diese Modernisierung für 2000 geplant.
  • 1 Funk-Feststation für das Gerätehaus Söhnstetten
  • 1 Alarm-Umsetzer für das Gerätehaus Söhnstetten

Außerdem konnte der Manfred-Bezler-Saal mit den benötigten Vorhängen ausgestattet werden.

Für das Jahr 2000 sind folgende größere Anschaffungen geplant:

  • 3 Atemschutzgeräte (Ersatzbeschaffung)
  • 1 Zelt für die Jugendfeuerwehr
  • 3 FMS Handhörer für Söhnstetten und Sontheim
  • 5 Funkmeldeempfänger (Ersatzbeschaffung)
  • 1 Hochdrucklöscher

Bei der Finanzierung des Feuerwehrwesens auf Landesebene ist das Aufkommen aus der Feuerschutzsteuer die letzten zwei Jahre deutlich hinter den Hochrechnungen und Erwartungen der Politiker zurückgeblieben. Diese Entwicklung verbunden mit den Entnahmen des Landes der letzten Jahre hat dazu geführt, daß die Zuschußanträge der Gemeinden für das Jahr 1999 erst durch eine Zuführung aus dem Landeshaushalt positiv beschieden werden konnten. Mir persönlich stellt sich hier die Frage, weshalb einem Patienten erst jahrelang die Luft abgeschnitten wurde, um Ihn jetzt notdürftig wiederbeleben zu müssen.

Auf die Gemeinde, die in der Vergangenheit stets zu Ihrer Feuerwehr gehalten hat, werden auch in der Zukunft zusätzliche Ausgaben im Feuerwehrbereich zukommen. Diese Ausgaben resultieren aus immer neuen Vorschriften und Verordnungen die zu beachten sind. Ein Beispiel hierfür ist die Neuregelung der Führerscheine, die in einigen Jahren dafür sorgen wird, daß unsere Neueintritte in Zukunft kein Löschfahrzeug mehr mit dem normalen Pkw-Führerschein fahren dürfen. Die Kosten für die erforderlichen Führerscheine wird den Haushaltsposten "Ausbildung" dann deutlich erhöhen.

Ich bin aber davon überzeugt, daß die Gemeinde - wie auch in der Vergangenheit stets bewiesen - auch in der Zukunft zu Ihrer Feuerwehr halten wird. Hierfür darf ich mich bei Herrn BGM Eisele sowie den Damen und Herren des Gemeinderates herzlich bedanken.

Ich wünsche mir für das Jahr 2000 auch weiterhin eine gute, vertrauensvolle Zusammenarbeit, eine gute Kameradschaft und eine gesunde Heimkehr aus allen Übungen und Einsätzen. In diesem Sinne schließe ich meinen Tätigkeitsbericht mit dem Wahlspruch der Feuerwehr

"Der Heimat zum Schutz, dem Feuer zum Trutz, Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr."

Eberhard Kieser
Kommandant

 

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Letzte Änderung: durch Martin Prager