Das Jahr 2000

Tätigkeitsbericht des Kommandanten für das Jahr 2000

Mein Tätigkeitsbericht als Kommandant beinhaltet die mit Sontheim und Söhnstetten gemeinsam durchgeführten Veranstaltungen.

Der Gesamtfeuerwehr Steinheim gehörten zum Jahresende 2000 115 aktive Feuerwehrmänner an, das sind 5 Mann mehr als Ende 1999. Diese teilen sich wie folgt auf:

  • Steinheim
  • Söhnstetten
  • Sontheim
56 Mann
41 Mann
18 Mann

In der Abteilung Steinheim hat sich die Mannschaftsstärke um 4 Mann erhöht. Dem Austritten von Walter Beißwanger standen die Neueintritte von Marco Gress, Bernhard Haslanger, Uwe Klopfer, Thomas Müller und Florian Nagel gegenüber.

In Sontheim hat sich der Personalbestand durch den Eintritt von Bernd Mack um 1 Mann erhöht.


In Söhnstetten ist die Mannschaftsstärke gleichgeblieben, dem Austritt von Manfred Gröner sen. stand der Eintritt von Dietmar Fragner gegenüber.

Der Jugendfeuerwehrgruppe Söhnstetten gehörten zum Jahresende 2000 15 Jugendliche an;
dem Austritt von Michael Stelzer und Frank Vögele standen die Neueintritte von Jochen Göggelmann, Martin Häberle, Andreas Vogel und David Ziegler gegenüber.

Die Anzahl der Angehörigen der Altersabteilung ist gleich geblieben und beträgt zum
Stand 31.12.2000 18 Mann.

Übungen und Dienste

Im Jahr 2000 wurden von der Steinheimer Wehr außer der Hauptversammlung 15 weitere Übungen abgehalten. Zusätzlich wurden noch eine Maschinistenübung und für die Atemschutzgeräteträger je eine Übung in der Atemschutzstrecke der Feuerwache Heidenheim durchgeführt.

Neben einem Unterricht in Erster Hilfe, einer Betriebserkundung in den Schulen und in der Albuchhalle sowie der gemeinsamen Übung mit den Wehren aus Bartholomä und Essingen an der Wentalgaststätte möchte ich hier besonders die Gesamtfeuerwehrübung am 16. April erwähnen. Übungsobjekt war das landwirtschaftliche Anwesen Jooß auf dem Dudelhof. Neben der Überprüfung der Wasserversorgung konnte die Zusammenarbeit der Abteilungen untereinander und mit der DRK-Bereitschaft unter realistischen Bedingungen geübt werden.

Die Nachtübung der Abteilung Steinheim und Sontheim fand im September beim Anwesen Stegmaier in Küpfendorf statt und zeigte deutlich auf, daß bei einem Ernstfall die Wasserversorgung in Küpfendorf nicht ideal ist.

Die Aufgabenstellung bei der Hauptübung bezog sich hauptsächlich auf die Menschenrettung sowie die Brandbekämpfung in der Tiefgarage der Wohnanlage Hauptstr. 74 und Birkenweg 9.

Im Rahmen von monatlichen Arbeitsdiensten wurde in Steinheim die Pflege und Wartung der Fahrzeuge und der Fahrzeughalle durchgeführt. Außerdem wurden die jährlichen Sicherheitsüberprüfungen der Leitern für alle Abteilungen zentral bei einem Arbeitsdienst durchgeführt. Neben den vom Wehrdienst freigestellten Kameraden haben sich hier die Maschinisten ebenfalls stark engagiert.

Die Schutzleiterprüfung der elektrischen Geräte wurde in Steinheim von Ulrich Weiler und in Söhnstetten von Martin Waldenmaier durchgeführt.

Die 2 Zivilschutzräume bei der Fa. Schuck und in der Tiefgarage Weberstr. wurden im Rahmen von 4 Arbeitsdiensten unter der Leitung von Ehrenkommandant Hans Maier überprüft und gewartet. Im Rahmen dieser Arbeiten erfolgte auch die TÜV-Abnahme beider Schutzräume.

Ausbildung

Im Jahr 1999 besuchten 19 Mann die Lehrgänge auf Kreisebene.

Grundausbildung: 12 Mann

Steinheim Söhnstetten Sontheim
Marco Gress
Bernhard Haslanger
Uwe Klopfer
Thomas Müller
Florian Nagel
Martin Beilharz
Dietmar Fragner
Tobias Heinzmann
Andreas Kröner
Thomas Loferer
Michael Ziegler
Bernd Mack

Atemschutzlehrgang: 2 Mann

Steinheim Söhnstetten Sontheim
Jörg Blum
Jan Frank

Maschinistenlehrgang: 5 Mann

Steinheim Söhnstetten Sontheim
Markus Bandtel
Dieter Birkhold
Jörg Klingler
Andreas Hauber
Jörg Blum

Außerdem wurde von 10 Mann ein 1-tägiger Motorsägenlehrgang am Forststützpunkt in Bartholomä besucht, in welchem speziell auf die Gefahren bei Windbrucharbeiten eingegangen wurde.

An einer Fortbildung für Gerätewarte in Heidenheim nahmen Kieser Helmut, Plapp Albert und Wachter Stefan teil.

Der von den Ausbildern der Landesfeuerwehrschule durchgeführte Fortbildungslehrgang für Führungskräfte wurde von Kieser Eberhard, Weiler Ulrich, Löw Gerhard, Stütz Manfred und Söll Hans-Jürgen besucht. Dieser 1-tägige Lehrgang fand an der Feuerwache in Heidenheim statt.

An der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal selbst konnte im Jahr 2000 kein Feuerwehrangehöriger entsandt werden, da die gemeldeten Teilnehmer zum Gruppenführerlehrgang aus Kapazitätsgründen erst im Februar 2001 diesen 2-wöchigen Lehrgang besuchen können.

Der Gesamtfeuerwehr stehen damit zur Zeit

Steinheim Söhnstetten Sontheim
62 Atemschutzgeräteträger 30 23 9
41 Maschinisten 21 16 4
20 Gruppenführer 9 8 3

zur Verfügung.

Die Atemschutzgeräteträger werden alle 3 Jahre ärztlich untersucht und es kommt immer wieder mal vor, daß bei gesundheitlichen Bedenken keine Tauglichkeit für den Atemschutzeinsatz mehr gegeben ist. Daraus resultiert dann auch, daß sich die Zahl der Atemschutzgeräteträger trotz ständiger Ausbildungsmaßnahmen nicht deutlich
erhöht hat.

Unter der Leitung von Ulrich Weiler und Frieder Maier wurden 2 Gruppen auf die Abnahme des Leistungsabzeichens in Silber vorbereitet. Beide Gruppen legten die aus einem Löschangriff und einer technischen Hilfeleistung bestehende Prüfung am 08.07. in Herbrechtingen-Bolheim mit sehr guten Zeiten erfolgreich ab.

Folgende Feuerwehrmänner waren an diesem Erfolg beteiligt:

  • Markus Bandtel
  • Peter Braun
  • Dieter Birkhold
  • Andreas Hahn
  • Stefan Heers
  • Jörn Jooß
  • Jörg Klingler
  • Timo Neukamm
  • Martin Prager
  • Matthias Schmidt

Ich darf mich an dieser Stelle nochmals herzlich bei den beiden Ausbildern Ulrich Weiler und Frieder Maier für die geleistete Arbeit bedanken, und hoffe, daß diese Gruppe zusammenbleibt und 2001 das Leistungsabzeichen in Gold ablegen kann.

Von der Abteilung Söhnstetten wurde mit 2 Gruppen das Leistungsabzeichen in Bronze erfolgreich abgelegt. Abteilungskommandant Stütz wird in seinem Bericht hierauf noch detailliert eingehen. Mein Dank gilt an dieser Stelle Hans-Jürgen Söll für die geleistete Ausbildung und ich gehe davon aus, daß auch diese Gruppe im Jahr 2001 weitermacht.

Einsätze

Die Gesamtwehr hatte im Jahr 2000 insgesamt 33 Einsätze zu bewältigen. Gegenüber den 58 Einsätzen des Jahres 1999 ist dies zwar ein deutlicher Rückgang, wenn man aber die 31 Einsätze die uns der Orkan Lothar am 26.12.99 abverlangt hat abzieht, so war das Jahr 2000 ein durchschnittliches Einsatzjahr. Von diesen 33 Einsätzen waren 29 Einsätze in Steinheim und 4 Einsätze in Söhnstetten. Bei 1 Einsatz waren die Abteilungen Steinheim und Söhnstetten gemeinsam zu 1 Verkehrsunfall ausgerückt.

Die 33 Einsätze teilen sich wie folgt auf:

  • 6 Kleinbrände a
  • 2 Kleinbrände b
  • 21 Technische Hilfeleistungen davon
    • 4 x VU mit eingeklemmter Person
    • 1 x VU mit Ölspur
    • 1 x VU Fahrzeugbergung (Autotransporter)
    • 3 x Ölspur beseitigt
    • 5 x Keller auspumpen bzw. Hochwasserschaden
    • 1 x Notwasserleitung verlegt
    • 2 x umgestürzte Bäume beseitigt
    • 2 x Wohnungsöffnungen
    • 2 x Gasgeruch bzw. Gastank abdichten
  • 1 Fehlalarm durch Brandmeldeanlage
  • 2 x Fehlalarm blind
  • 1 x böswilliger Alarm

Bei diesen Einsätzen konnten insgesamt 8 Personen gerettet und dem DRK-Rettungsdienst übergeben werden; 1 Person konnte leider nur noch tot geborgen werden.

Überlandhilfe durch die Feuerwehr Heidenheim mußte insgesamt 9 x angefordert werden um uns mit technischem Gerät bei 5 Verkehrsunfällen, 1 Brand , 1 Gasgeruch und 2 Wohnungsöffnungen zu unterstützen.
Außerdem wurden wir bei 1 Schwelbrand durch die Werkfeuerwehr Plouquet mit 1 Wärmebildkamera unterstützt.

Daß der Feuerwehrdienst mit Gefahren verbunden ist, mußten leider 2 Kameraden erfahren, die bei den Übungen und Einsätzen des Jahres 2000 eine Unfall erlitten, die jedoch beide relativ glimpflich abgegangen sind.

Sonstige Veranstaltungen

Beim Kreisfeuerwehrtag in Herbrechtingen-Bolheim beteiligte sich die Steinheimer Wehr neben den Leistungswettkämpfen auch an dem Treffen der ehemaligen Feuerwehrangehörigen. Außerdem wurde auch die Feierstunde und der Festzug zahlreich besucht.

Am Vereinspokalschießen beteiligte sich die Steinheimer Wehr mit 7 Herren und 2 Damenmannschaften mit gutem Erfolg.

Beim Kreisfeuerwehrmarsch Anfang Mai in Nattheim stellte die Abteilung Steinheim die größte teilnehmende Gruppe der Feuerwehren und erhielt als Preis hierfür einen Erinnerungskrug.

Im Rahmen einer Fahrübung wurden die Feuerwehrkameraden in Bartholomä anläßlich ihres Jubiläums und in Hermaringen anläßlich der Übergabe ihres Gerätehauses besucht.

Der Grillabend der Abteilungen Steinheim und Sontheim fand am 01.07. statt und war wieder sehr gut besucht.

Das Ziel des 2-Tages-Ausflugs war neben dem Chiemsee der Flughafen in München-Erding. Den Auftakt bildete die Besichtigung des Holzknechtmuseums in Ruhpolding, wo die Arbeits- und Lebensweise der Holzknechte im Wandel der Zeit dargestellt wurde. Die Überfahrt nach Herrenchiemsee und der Besuch von Schloß Herrenchiemsee entwickelte sich aufgrund des Wetters zu einer recht nassen Angelegenheit, was der Stimmung jedoch keinen Abbruch tat. Am Sonntag wurde das Automobilmuseum in Amerang besucht, bevor nach dem Mittagessen die Flughafenrundfahrt mit der Besichtigung der Flughafenfeuerwehr interessante Einblicke gewährten.

Der Kameradschaftsabend stellte wie jedes Jahr wieder den Glanzpunkt im geselligen Jahresablauf dar, und es wurde wieder bis in die frühen Morgenstunden getanzt und gefeiert.

Sitzungen

Im abgelaufenen Jahr wurden 3 Gesamtausschußsitzungen abgehalten. Der Abteilungsausschuß der Abt. Steinheim/Sontheim traf sich neben 4 Ausschußsitzungen auch zu einem gemütlichen Zusammentreffen Anfang 2000 im Gasthof Hirsch in Söhnstetten.

An folgenden dienstlichen Veranstaltungen auf Kreisebene wurde teilgenommen:

  • am 07. April an der Kdt. Dienstversammlung und HV des Kreisfeuerwehrverbandes in Dettingen
  • 4 Ausschußsitzungen des Kreisfeuerwehrverbandes

Als Kommandant nahm ich an insgesamt 4 Kommandanten-Dienstversammlungen teil.

Die Feuerwehr Steinheim ist in allen 4 Arbeitskreise der Feuerwehren des Landkreis Heidenheim vertreten. Die Arbeitskreise beschäftigen sich mit den Themen

  • Ausbildung/Weiterbildung
  • Technik/Beschaffung
  • EDV
  • Leitstelle / Einsatz und Katastrophenschutz

Anschaffungen

Im Jahr 2000 wurden folgende größere Anschaffungen durchgeführt:

  • 3 Atemschutzgeräte als Ersatzbeschaffung für Geräte, bei denen keine TÜV-Überprüfung mehr möglich war
  • 4 FMS Handhörer für die Fahrzeuge von Söhnstetten und Sontheim
    Es handelt sich bei diesen FMS Funk-Melde-Systemen Geräten um Nachrüstungen beim Fahrzeugfunk. Dies sind noch Investitionen die aus der Zusammenlegung der Leitstelle resultieren. Hier wurde 2000 die Abteilungen Söhnstetten und Sontheim nachgerüstet.
  • 1 Funk-Feststation für das Gerätehaus Söhnstetten
  • 1 Alarm-Umsetzer für das Gerätehaus Söhnstetten um die technischen Voraussetzungen für die Alarmierung der Abt. Söhnstetten zu verbessern
  • 1 Zelt für die Jugendfeuerwehr
  • 1 Hochdrucklöscher Auer Hi-Press für Abteilung Steinheim
  • 1 Transportanhänger
  • 5 Funkmeldeempfänger (Ersatzbeschaffung)
  • Für den Manfred Bezler Saal wurde aus Mitteln der Kameradschaftskasse eine Tellerspülmaschine beschafft, welche bei verschiedenen Veranstaltungen bereits sehr gute Dienste geleistet hat.

Für das Jahr 2001 sind folgende größere Anschaffungen geplant.

  • 2 Atemschutzgeräte (Ersatzbeschaffung)
  • 5 Funkmeldeempfänger (Ersatzbeschaffung)

Das Löschgruppenfahrzeug LF 8 in Steinheim ist bereits 27 Jahre alt. Es ist deshalb Zeit, die notwendigen Schritte für eine Ersatzbeschaffung in die Wege zu leiten und noch 2001 einen Zuschußantrag zu stellen, damit dann im Sommer/Herbst 2002 nach dem Erhalt des Zuschußbescheides die Bestellung, und im Jahr 2003 die
Lieferung erfolgen kann.

Ich hoffe sehr, daß die Finanzierung des Feuerwehrwesens auf Landesebene über das Aufkommen aus der Feuerschutzsteuer hinausgeht, und die Landesregierung die in den letzten Jahren entnommenen Mittel durch eine Zuführung aus dem Landeshaushalt wieder an die Feuerwehren zurückgibt. Nur wenn dies geschieht, kann ein Zuschußantrag für ein neues Löschgruppenfahrzeug nicht nur mit einer Verpflichtungsermächtigung sondern mit Haushaltsmitteln gefördert werden.

Ich wünsche mir für das Jahr 2001 auch weiterhin eine gute, vertrauensvolle Zusammenarbeit, eine gute Kameradschaft und eine gesunde Heimkehr aus allen Übungen und Einsätzen. In diesem Sinne schließe ich meinen Tätigkeitsbericht mit dem Wahlspruch der Feuerwehr

"Der Heimat zum Schutz, dem Feuer zum Trutz, Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr."

Eberhard Kieser
Kommandant

 

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Letzte Änderung: durch Martin Prager