Das Jahr 2001

Tätigkeitsbericht des Kommandanten für das Jahr 2001

Mein Tätigkeitsbericht als Kommandant beinhaltet die mit Sontheim und Söhnstetten gemeinsam durchgeführten Veranstaltungen.

Der Gesamtfeuerwehr Steinheim gehörten zum Jahresende 2001 119 aktive Feuerwehrmänner an, das sind 4 Mann mehr als Ende 2000. Diese teilen sich wie folgt auf:

  • Steinheim
  • Söhnstetten
  • Sontheim
57 Mann
43 Mann
19 Mann

In der Abteilung Steinheim hat sich die Mannschaftsstärke um 1 Mann erhöht. Dem Austritten von Dieter Lang standen die Neueintritte von Michael Böttcher und Matthias Brettschneider gegenüber.

In Sontheim hat sich der Personalbestand durch den Eintritt von Jörg Bosch um 1 Mann erhöht.


In Söhnstetten hat sich die Mannschaftsstärke durch den Übertritt von Martin Beilharz, Tobias Heinzmann, Thomas Loferer jun. und Michael Ziegler aus der Jugendfeuerwehr in die aktive Wehr um 2 Mann erhöht, nachdem Ende 2000 Manfred Gröner sen. und Michael Flessa die Feuerwehr verlassen haben.


Der Jugendfeuerwehrgruppe Söhnstetten gehörten zum Jahresende 2001 14 Jugendliche an. Den 4 Übertritten in die aktive Wehr standen die Neueintritte von Benjamin Bühner, Florian Bühner, und Florian Kirschner gegenüber, so daß sich die Anzahl um 1 Jugendlichen reduziert hat.

Die Anzahl der Angehörigen der Altersabteilung ist gleich geblieben und beträgt zum
Stand 31.12.2001 18 Mann.

Übungen und Dienste

Im Jahr 2000 wurden von der Steinheimer Wehr außer der Hauptversammlung 15 weitere Übungen abgehalten. Zusätzlich wurden noch eine Maschinistenübung und für die Atemschutzgeräteträger je eine Übung in der Atemschutzstrecke der Feuerwache Heidenheim durchgeführt.

Neben einem Unterricht sowie einer Betriebserkundung bei der Fa. Linotex möchte ich hier besonders die Gesamtfeuerwehrübung am 22. April erwähnen. Übungsobjekt war die Fa.Linotex im Industriegebiet in Steinheim.
Neben der Überprüfung der Wasserversorgung konnte die Zusammenarbeit der Abteilungen untereinander und mit der DRK-Bereitschaft unter realistischen Bedingungen geübt werden.

Die Nachtübung der Abteilung Steinheim und Sontheim fand im September beim Anwesen Weiler in Irmannsweiler statt.

Die Aufgabenstellung bei der Hauptübung bezog sich hauptsächlich auf die Menschenrettung sowie die Brandbekämpfung in der Fertigungshalle der Fa.Dorfer in der Königsbronnerstraße. Außerdem wurde diese Übung zu einer Orientierung im Neubaugebiet Königsbronner-Feld genutzt.

Außerdem beteiligte sich die Feuerwehr Steinheim mit 3 Fahrzeugen an der Katastrophenschutzübung auf Landkreisebene, die aus meiner Sicht wesentlich besser abgelaufen ist, als dies in der Öffentlichkeit dargestellt wurde. Neben den tatsächlich eingesetzten Kräften der verschiedenen Hilfsorganisationen wurden von der Einsatzleitung über den Stab verschiedene Unterstützungseinheiten und technischen Geräte beim Regierungsbezirk angefordert. Daß die von der Einsatzleitung im Rahmen dieser Übung angeforderten Omnibusse, Rettungshubschrauber, Sanitäts-, Hilfeleistungs- und Löschzüge, die nur auf dem Papier existierten vor Ort keine Verletzten in Krankenhäuser fahren und kein Material abtransportieren konnten war vor Ort jedoch nur einem Teil der eingesetzten Kräfte bekannt. Dies hat vor Ort teilweise vor Ort zu Fehlbeurteilungen bezüglich des Übungserfolges geführt. Diese Katastrophenschutzübung hat aber auch aufgezeigt, daß sich bei der materiellen Ausstattung des Katastrophenschutzes durch die fehlenden Gelder der letzten Jahre ein hoher Investitionsbedarf aufgestaut hat.

Im Februar 2001 fand die 3-jährige Überprüfung aller Feuerwehrfahrzeuge, Pumpen und Rettungsgeräte durch den Feuerwehr-TÜV statt. Hierbei wurde unserer Wehr und speziell unseren Gerätewarten ein sehr guter Pflegezustand der Ausrüstung bescheinigt.

Im Rahmen von monatlichen Arbeitsdiensten wurde in Steinheim die Pflege und Wartung der Fahrzeuge und der Fahrzeughalle durchgeführt. Außerdem wurden die jährlichen Sicherheitsüberprüfungen der Leitern für alle Abteilungen zentral bei einem Arbeitsdienst durchgeführt. Neben den vom Wehrdienst freigestellten Kameraden haben sich hier die Maschinisten ebenfalls stark engagiert.

Die Schutzleiterprüfung der elektrischen Geräte wurde in Steinheim von Ulrich Weiler und in Söhnstetten von Martin Waldenmayer durchgeführt.

Die 2 Zivilschutzräume bei der Fa. Schuck und in der Tiefgarage Weberstr. wurden im Rahmen von 4 Arbeitsdiensten unter der Leitung von Ehrenkommandant Hans Maier überprüft und gewartet. Im Rahmen dieser Arbeiten erfolgte auch die TÜV-Abnahme beider Schutzräume.

Ausbildung

Im Jahr 2001 besuchten 21 Mann die Lehrgänge auf Kreisebene.

Truppführerlehrgang: 17 Mann

Steinheim Söhnstetten Sontheim
Markus Bandtel
Dieter Birkhold
Peter Braun
Andreas Hahn
Stefan Heers
Jörg Klingler
Holger Kuch
Timo Neukamm
Matthias Schmidt
Thomas Beilharz
Jan Frank
Jens Grieser
Armin Walter
Gerd Ziegler
Rolf Beißwanger
Stephan Blessing
Jörn Jooß

Atemschutzlehrgang: 0 Mann

Steinheim Söhnstetten Sontheim

Zum Atemschutzlehrgang sind 6 Mann der Gesamtfeuerwehr angemeldet, aufgrund von Engpässen bei den Ausbildern konnte hier aber 2001 kein Teilnehmer aus Steinheim einen Lehrgang besuchen.

Maschinistenlehrgang: 4 Mann

Steinheim Söhnstetten Sontheim
Matthias Schuster Manfred Gröner
Markus Kröner
Stephan Blessing

An der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal konnten im Jahr 2001 Jochen Maier und Hans-Peter Stoll den Gruppenführerlehrgang mit Erfolg absolvieren.

Der Gesamtfeuerwehr stehen damit zur Zeit

Steinheim Söhnstetten Sontheim
59 Atemschutzgeräteträger 27 23 9
45 Maschinisten 22 18 5
22 Gruppenführer 11 8 3

zur Verfügung.

Die Atemschutzgeräteträger werden alle 3 Jahre ärztlich untersucht und es kommt immer wieder mal vor, daß bei gesundheitlichen Bedenken keine Tauglichkeit für den Atemschutzeinsatz mehr gegeben ist. Daraus resultiert dann auch, daß sich die Zahl der Atemschutzgeräteträger aufgrund der fehlenden Lehrgangskapazität auf Landkreisebene in Steinheim um 3 Mann reduziert hat

Außerdem besuchte 1 Mann eine Schulung über Prüfung und Wartung von Absturzsicherungen und Seilrettungsgeräten und 1 Mann ein Seminar des Gemeindeunfallversicherungsverbandes über Unfallverhütungsmaßnahmen.

Unter der Leitung von Ulrich Weiler und Frieder Maier wurden 2 Gruppen auf die Abnahme des Leistungsabzeichens in Gold vorbereitet. Beide Gruppen legten die aus einem Löschangriff und einer technischen Hilfeleistung bestehende Prüfung am 07.07. in Giengen mit sehr guten Zeiten erfolgreich ab.

Folgende Feuerwehrmänner waren an diesem Erfolg beteiligt:

  • Thomas Gratzke
  • Peter Braun
  • Dieter Birkhold
  • Andreas Hahn
  • Jochen Maier
  • Jörn Jooß
  • Jörg Klingler
  • Timo Neukamm
  • Martin Prager
  • Matthias Schmidt

Ich darf mich an dieser Stelle nochmals herzlich bei den beiden Ausbildern Ulrich Weiler und Frieder Maier für die geleistete Arbeit bedanken.

Einsätze

Die Gesamtwehr hatte im Jahr 2001 insgesamt 39 Einsätze zu bewältigen. Gegenüber den 33 Einsätzen des Jahres 2000 ist dies eine Erhöhung um 6 Einsätze. Das gesamte Ausmaß des Einsatzgeschehens läßt sich aber am deutlichsten an den geleisteten Einsatzstunden ablesen. Diese haben sich mit 1258 Stunden + 113 Stunden Überlandhilfe der Feuerwehr Böhmenkirch gegenüber den 660 Einsatzstunden des Jahres 2000 mehr als verdoppelt.

Die 39 Einsätze teilen sich wie folgt auf:

  • 5 Großbrände am
    • 18.03.01 Brand eines Getreidelagers in Söhnstetten
    • 11.05.01 Brand einer Lagerhalle im Industriegebiet in Steinheim
    • 10.08.01 Explosion und Brand einer Industriehalle in Steinheim
    • 29.11.01 KFZ + Garagenband in Sontheim
  • 2 Kleinbrände a
  • 4 Kleinbrände b
  • 26 Technische Hilfeleistungen davon
    • 2 x VU mit eingeklemmter Person
    • 10 x VU mit Ölspur
    • 1 x VU Fahrzeugbergung (Autotransporter)
    • 6 x Ölspur beseitigt
    • 1 x Ausleuchten einer Einsatzstelle als Amtshilfe für Polizei
    • 6 x Umgestürzte Bäume beseitigt
  • 1 Fehlalarm durch Brandmeldeanlage
  • 1 x Fehlalarm blind

Bei diesen Einsätzen konnten insgesamt 19 Personen gerettet und dem DRK-Rettungsdienst übergeben werden.

Überlandhilfe durch die Feuerwehr Heidenheim mußte insgesamt 4 x angefordert werden um uns mit technischem Gerät bei 3 Verkehrsunfällen, und mit dem Gerätewagen Atemschutz bei 1 Brand unterstützen.

Außerdem erhielten wir bei dem Brandeinsatz Maurer in Söhnstetten Überlandhilfe von der Feuerwehr aus Böhmenkirch, die mit 47 Mann, 3 Feuerwehrfahrzeugen und mehreren Traktoren mit Wasserfässern angerückt war.

Sonstige Veranstaltungen

Das 10-jährigen Jubiläum der Jugendfeuerwehr Söhnstetten wurde am 11. Mai im Rahmen der Floriansfeier mit einem Gottesdienst in der Martinskirche und einer Feierstunde in der Festhalle in Söhnstetten begangen.

. Außerdem war dieses Jubiläum auch Anlaß das Zeltlager der Jugendfeuerwehren in Söhnstetten auszurichten. Über diese Veranstaltungen wird nachher Abt. Kdt. Stütz noch ausführlich berichten.

Bei dem 125 jährigen Jubiläum der Feuerwehr Steinheim Westfalen im Mai 2001 nahmen wir mit einer 16 köpfige Delegation teil. Obwohl neben der Totenehrung mit Großem Zapfenstreich, Festansprachen und Festzug wenig Zeit blieb wird uns dieses Wochenende trotz der anstrengenden Fahrt stets in guter Erinnerung bleiben.

Im Juni 2001 konnten die Kameraden der Feuerwehr Steinheim Neu Ulm ebenfalls ihr 125-jähriges Jubiläum feierlich begehen. Auch hier konnten beim Stimmungsabend alte Kontakte gepflegt und neue Freundschaften geknüpft werden. Am Sonntag wurde sowohl der Festgottesdienst, wie auch die Feierstunde und der Festzug zahlreich besucht.

Nun zu den restlichen Veranstaltungen und Ereignissen des vergangenen Jahres.

Am Vereinspokalschießen beteiligte sich die Steinheimer Wehr mit 7 Herren und 1 Damenmannschaft und konnten bei den Herren den 1. Platz belegen.

Beim Kreisfeuerwehrmarsch in Hohenmemmingen stellte die Abteilung Steinheim die größte teilnehmende Gruppe der Feuerwehren und erhielt als Preis hierfür einen Erinnerungskrug.

Im Rahmen einer Fahrübung wurden die Feuerwehrkameraden in Frickingen besucht. Außerdem waren viele Kameraden bei der Übergabe der Drehleiter bei den Kameraden in Heidenheim und haben sich die Vorführungen angeschaut.

Der Grillabend der Abteilungen Steinheim und Sontheim fand am 09.06. statt und war wieder sehr gut besucht.

Das Ziel des Feuerwehrausfluges war das Fränkische Seenland, wo die Schleuse Eckersmühlen des Rhein Main Donau Kanals und eine historische Hammerschmiede besichtigt wurden. Außerdem wurde durch einen Führer über Bau und Entstehung des Seenlandes informiert.

Der Kameradschaftsabend stellte wie jedes Jahr wieder den Glanzpunkt im geselligen Jahresablauf dar, und es wurde wieder bis in die frühen Morgenstunden getanzt und gefeiert.

Bei den Firmen Birkhold und Holzbau Früholz übernahm die Feuerwehr die Bewirtung bei dem Tag der offenen Tür. Allen Helfern, die zum reibungslosen Gelingen dieser Veranstaltungen beigetragen haben sage ich nochmals herzlichen Dank.

Sitzungen

Im abgelaufenen Jahr wurden 3 Gesamtausschußsitzungen abgehalten. Der Abteilungsausschuß der Abt. Steinheim/Sontheim traf sich zu 4 Ausschußsitzungen.

An folgenden dienstlichen Veranstaltungen auf Kreisebene wurde teilgenommen:

  • am 07. April an der Kdt. Dienstversammlung und HV des Kreisfeuerwehrverbandes in Heidenheim
  • 3 Ausschußsitzungen des Kreisfeuerwehrverbandes

Als Kommandant nahm ich an insgesamt 2 Kommandanten-Dienstversammlungen teil, außerdem besuchte ich die Verbandsversammlung des Landesfeuerwehrverbandes Baden Württemberg in Karlsruhe.

Anschaffungen

Im Jahr 2001 wurden folgende größere Anschaffungen durchgeführt:

  • 1 Atemschutzgerät als Ersatzbeschaffung für Geräte, bei denen keine TÜV-Überprüfung mehr möglich war
  • 3 Funkgeräte als Ersatzbeschaffung
  • 4 Funkmeldeempfänger (Ersatzbeschaffung)

Für das Jahr 2002 ist die Ersatzbeschaffung von 5 Funkmeldeempfängern geplant.

Als Ersatz für das mittlerweile 28 Jahre alte Löschgruppenfahrzeug LF 8 in Steinheim wurden vom Gemeinderat die Mittel für eine Ersatzbeschaffung genehmigt, wofür sich die Feuerwehr an dieser Stelle herzlich bedankt.
Termingerecht zum 01.10.2001 wurde ein Zuschußantrag an das Land Baden Württemberg für die Ersatzbeschaffung eines Löschgruppenfahrzeuges LF 16/12 gestellt.

Durch das stark rückläufige Aufkommen aus der Feuerschutzsteuer ist es erforderlich, daß die Landesregierung die in den letzten Jahren entnommenen Mittel durch eine Zuführung aus dem Landeshaushalt wieder an die Feuerwehren zurückgibt.
Im Moment sieht es allerdings so aus, daß dies nicht im erforderlichen Umfang geschieht und wesentlich mehr Zuschußanträge gestellt wurden, als an Geld zur Verfügung steht.
Alle Feuerwehrmänner hoffen aber, trotzdem im Sommer einen Zuschußbescheid für dieses dringend erforderliche Fahrzeug zu bekommen, damit im Herbst 2002 die Bestellung, und im Jahr 2003 die Lieferung erfolgen kann.
Die Gemeinde, die auch in der Vergangenheit stets zu Ihrer Feuerwehr gehalten hat, hat jedenfalls für das Jahr 2002 die erste Finanzierungsrate in den Haushalt eingestellt. Hierfür darf ich mich bei Herrn BGM Eisele sowie den Damen und Herren des Gemeinderates herzlich bedanken.

Ich wünsche mir für das Jahr 2002 auch weiterhin eine gute, vertrauensvolle Zusammenarbeit, eine gute Kameradschaft und eine gesunde Heimkehr aus allen Übungen und Einsätzen. In diesem Sinne schließe ich meinen Tätigkeitsbericht mit dem Wahlspruch der Feuerwehr

"Der Heimat zum Schutz, dem Feuer zum Trutz, Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr."

Eberhard Kieser
Kommandant

 

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Letzte Änderung: durch Martin Prager