DAS JAHR 2003

Tätigkeitsbericht des Kommandanten für das Jahr 2003

 

Mein Tätigkeitsbericht als Kommandant beinhaltet die mit Sontheim  und Söhnstetten gemeinsam durchgeführten Veranstaltungen.Der  Gesamtfeuerwehr Steinheim gehörten zum Jahresende 2003 116 aktive Feuerwehrmänner an, das sind 4 Mann weniger als Ende 2002

Diese teilen sich wie folgt auf    Steinheim                  57 Mann
                                                      Söhnstetten               43 Mann
                                                      Sontheim                   16 Mann
 

In der Abteilung Steinheim stand  dem Austritt von Marco Walter der Eintritt  von Daniel Elsässer und Bernd Vogel gegenüber.

In Sontheim ist der Personalstand durch das Ausscheiden von Ulrich Ortlieb und den Übertritt in die Altersabteilung von  Ernst Klopfer, Gerhard Löw und Herbert Semle um 3 Mann zurückgegangen, da mit dem Eintritt von Sebastian Ortlieb nur 1 Neuzugang zu verzeichnen war. 

In Söhnstetten hat sich die Mannschaftsstärke durch den Übertritt von Simon Ziller  aus der Jugendfeuerwehr in die aktive Wehr um 1 Mann erhöht. Im Lauf des Jahres reduzierte sich die Zahl jedoch durch den Wegzug von Stefan Wolf und Achim Ziegler um 2 Mann.

Der Jugendfeuerwehrgruppe Söhnstetten gehörten zum Jahresende 2003 12 Jugendliche an.

Die Anzahl der Angehörigen der Altersabteilung hat sich um 3 erhöht und beträgt zum Stand 31.12.2003  21 Mann.

 Das Jahr 2003 wurde bei der Feuerwehr Steinheim durch 2 außergewöhnliche Ereignisse geprägt. Das erste war die Abholung und Indienststellung des neuen Löschgruppenfahrzeuges LF 16/12, welches wir Ende August bei der Firma Ziegler in Empfang nehmen konnten. Die Maschinisten, die Unfallschleife und speziell der 3. Zug haben sich dann in mehreren Sonderübungen in den darauf folgenden Wochen sehr intensiv mit dem neuen Fahrzeug und den dort vorhandenen Geräten vertraut gemacht. Der Festakt zur offiziellen Fahrzeugübergabe erfolgte am 31. Oktober und bei einem Tag der offenen Tür am 02. November nutzten sehr viele Feuerwehren des Landkreises die Möglichkeit unser neues Löschgruppenfahrzeug kennen zulernen.

Das zweite Ereignis war der Großbrand des landwirtschaftlichen Anwesens Mack in Gnannenweiler am 23. Dezember, welcher der Gesamtfeuerwehr Steinheim einen schweren Einsatz abverlangte. Trotz der sehr ungünstigen Ausgangslage, so war beim Eintreffen des 1. Fahrzeuges 11 Minuten nach der Alarmierung  bereits der komplette Dachstuhl auf eine Länge von 42 Metern durchgebrannt, und aufgrund des Stromausfalls die Druckerhöhung der Wasserversorgung  der Wasserversorgung in der Anfangsphase der Brandbekämpfung ausgefallen. Trotz dieser schlechten Lage gelang es den eingesetzten Kräften das Feuer auf den Stall und die Scheune zu begrenzen und die direkt angrenzenden Nachbargebäude erfolgreich vor den Flammen abzuschirmen.                                 Es wurde in den Tagen nach dem Brand sehr viel über die Wasserversorgung des Ortsteiles Gnannenweiler diskutiert.  Fakt ist, das die Feuerwehr Steinheim in der Vergangenheit keine Probleme mit der Wasserversorgung im Ortsteil Gnannenweiler hatte, welche jährlich 1 x im Rahmen einer Übung überprüft wurde. Außerdem wurde am 17. April 1988 die Gesamtfeuerwehrübung beim landwirtschaftlichen Anwesen Mack in Gnannenweiler durchgeführt. Hierbei wurde mit 10 C-Rohren  (= 1.000 Liter pro Minute) Wasser aus dem Leitungsnetz entnommen. Auch bei 2 Großbränden am 27.05.1982 beim Anwesen Jäger (Einsatz von 7 C- und 2 B-Rohren) und am 15.09.1995 beim Anwesen Niederberger (Einsatz v. 8 C-Rohren) gab es keine Probleme bei der Wasserversorgung. Der Inhalt des Hochbehälters Weiler mit 160 m3 ist für einen Einsatz von 1-2 Stunden ausreichend, das Fördervolumen zum Hochbehälter von 2 Liter pro Sekunde ist dagegen nicht ausreichend, was sich im Normalfall aber erst nach 1 bis 2 Stunden bemerkbar macht. Für die Zukunft muss gemeinsam mit den Stadtwerken eine Lösung gesucht werden, welche die Wasserversorgung auch bei Stromausfall sicherstellt.

 Nun zu den sonstigen Geschehnissen des abgelaufenen Jahres.                                                                                                                          Im Jahr 2003 wurden von der Steinheimer Wehr außer der Hauptversammlung  15 weitere Übungen  abgehalten. Zusätzlich wurden noch verschiedene Sonderübungen für Maschinisten, die Unfallschleife und für die Atemschutzgeräteträger je eine Übung in der Atemschutzstrecke der Feuerwache Heidenheim durchgeführt. Neben einem Unterricht sowie einer Betriebserkundung bei der Fa. Novex Haus möchte  ich hier besonders die Gesamtfeuerwehrübung am 27. April erwähnen. Übungsobjekt war das Anwesen Dauner in Neuselhalden. Bei dieser Übung galt unser besonderes Interesse der neuen Wasserleitung von Söhnstetten zum Hochbehälter Weiler. Durch den Hydrant in der Nähe von Neuselhalden hat sich die Löschwasser Situation  in Neuselhalden wesentlich verbessert. Neben der Überprüfung der Wasserversorgung konnte die Zusammenarbeit der Abteilungen untereinander und mit der DRK-Bereitschaft unter realistischen Bedingungen geübt werden. Die Nachtübung der Abteilung Steinheim und Sontheim fand im September bei der Firma Sigma Aldrich statt. Die Aufgabenstellung bei der Hauptübung bezog sich hauptsächlich auf die Menschenrettung sowie die Brandbekämpfung in der Fertigungshalle der Fa. Rieger im Industriegebiet.  Im Rahmen von monatlichen Arbeitsdiensten wurde in Steinheim die Pflege und Wartung der Fahrzeuge und der Fahrzeughalle durchgeführt. Außerdem wurden die jährlichen Sicherheitsüberprüfungen der Leitern für alle Abteilungen zentral bei einem Arbeitsdienst durchgeführt. Neben den vom Wehrdienst freigestellten Kameraden haben sich hier die Maschinisten ebenfalls stark engagiert. Die  Schutzleiterprüfung der elektrischen Geräte wurde in Steinheim von Ulrich Weiler und in Söhnstetten von Martin Waldenmayer durchgeführt. Die 2 Zivilschutzräume bei der Fa. Schuck und in der Tiefgarage Weberstr. wurden im Rahmen von 3 Arbeitsdiensten unter der Leitung von Ehrenkommandant Hans Maier überprüft und gewartet. Im Rahmen dieser Arbeiten erfolgte auch die TÜV-Abnahme beider Schutzräume.

 Über die weitere Ausbildung im vergangenen Jahr ist noch zu berichten.

Ausbildung

Im Jahr 2003 entsandte die Feuerwehr Steinheim insgesamt 15 Teilnehmer zu Lehrgängen auf Kreisebene

Truppführerausbildung  2 Mann

Beilharz Martin und Ziegler Michael für die Abteilung Söhnstetten

Maschinistenlehrgang     3 Mann

 Haslanger Bernhard II, Neukamm Timo und Schmidt Matthias von der Abteilung Steinheim

 Atemschutzlehrgang       5 Mann

 

Steinheim                              Söhnstetten                           Sontheim      

 Böttcher Michael                  Beilharz Thomas                  Bosch Jörg

Brettschneider Matthias       Kröner  Andreas

 

Sprechfunklehrgang        5 Mann

Steinheim                             Söhnstetten                           Sontheim

Böttcher Michael                  Beilharz Thomas                  Bosch Jörg

            Grieser Jens

Kröner  Andreas

 

An dem vom Forstamt Steinheim angebotenen 2 tägigen Motorsägenlehrgang nahmen insgesamt 27 Mann teil, welche alle 2 Tage Urlaub geopfert haben und auf die Lehrgangsentschädigung welche laut Satzung bei Arbeitszeitausfall gezahlt wird verzichtet haben. Ohne diesen Verzicht der Teilnehmer wäre es mit den zur Verfügung stehenden Mitteln nur möglich gewesen 5 Teilnehmer zu den Motorsägenlehrgängen zu entsenden.  

An der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal konnten im Jahr 2003  Stephan Blessing den Gruppenführerlehrgang und Jochen Maier und Hans Peter Stoll  den Lehrgang Ausbilder Grundausbildung und Truppführer mit Erfolg absolvieren.

Außerdem besuchte ich einen 3-tägigen Lehrgang Brandbekämpfungstechnik für Ausbilder.

Im Oktober fand für die Führungskräfte ein 2-tägiges Seminar in Bruchsal statt, an welchem 7 Mann der Steinheimer Wehr teilgenommen haben.

Der Gesamtfeuerwehr Steinheim stehen zur Zeit


                                                    Steinheim      Söhnstetten   Sontheim
61 Atemschutzgeräteträger            31                   22                   8
44 Maschinisten                               24                   17                   3                                                                                                                         21 Gruppenführer                             11                     8                   2
zur Verfügung

 

Die Atemschutzgeräteträger werden alle 3 Jahre ärztlich untersucht und es kommt immer wieder mal vor, daß bei gesundheitlichen Bedenken keine Tauglichkeit für den Atemschutzeinsatz mehr gegeben ist. Daraus resultiert dann auch, daß sich die Zahl der Atemschutzgeräteträger trotz ständiger Ausbildungsmaßnahmen nicht deutlich erhöht hat.

 

Einsätze 2003

 Die Gesamtwehr hatte im Jahr 2003 insgesamt 46 Einsätze zu bewältigen. Gegenüber den 61 Einsätzen des Jahres 2002 ist dies eine deutliche Reduzierung der Einsatzzahl. Die Ursache hierfür liegt hauptsächlich darin, daß wir von extremen Wetterauswirkungen halbwegs verschont geblieben sind. Der größte Einsatz des abgelaufenen Jahres war der Großbrand des landwirtschaftlichen Anwesens Mack in Gnannenweiler am 23.Dezember auf den ich bereits eingegangen bin. Von den 46 Einsätzen des Jahres 2003 waren 41 Einsätze in Steinheim, 2 Einsätze in Söhnstetten und 3 Einsätze in Sontheim.  Bei 1 Einsatz waren die Abteilungen Steinheim und Söhnstetten gemeinsam ausgerückt.

 Die 46 Einsätze teilen sich wie folgt auf:

 

1 Großbrand                                                                                                                                                                                                                   

23.12.03  in Gnannenweiler, wo Stall und Scheune des Anwesens Mack ein Raub der Flammen wurde

 3 Kleinbrände a

3 Kleinbrände b

3 Mittelbrände           davon 2 durch Brandstiftung im Kirchenwald am Knill

 

23 Technische Hilfeleistungen davon

                         2 x VU mit eingeklemmter Person

                         1 x Unterstützung bei Personenrettung für das DRK

                         4 x VU mit Ölspur

                         1 x Fahrzeugbergung

                         3 x Ölspur beseitigt

                         1 x  Türöffnung

                         9 x Umgestürzte Bäume beseitigt

           

11x Fehlalarme durch Brandmeldeanlage

 Bei diesen Einsätzen konnten insgesamt 6 Personen gerettet und dem DRK-Rettungsdienst übergeben werden, 2 Personen konnten leider nur noch tot geborgen werden. Überlandhilfe durch die Feuerwehr Heidenheim mußte insgesamt 4 x angefordert werden um uns mit technischem Gerät bei 1 Großrand und 2 Verkehrsunfällen zu unterstützen.

 Sonstige Veranstaltungen:

Beim Kreisfeuerwehrtag in Böhmenkirch waren alle Abteilungen beim Festzug zahlreich vertreten. Nun zu den restlichen Veranstaltungen und Ereignissen des vergangenen Jahres. Am Vereinspokalschießen beteiligte sich die Steinheimer Wehr mit  7 Herren und 1 Damenmannschaft mit wechselndem Erfolg. Beim Kreisfeuerwehrmarsch in Burgberg stellte die Abteilung Steinheim trotz des schlechten Wetters, eine der  größten teilnehmende Gruppen. Im Rahmen einer Fahrübung wurden die Feuerwehrkameraden in Fleinheim und Hermaringen, sowie die Feuerwehr Böhmenkirch anläßlich der Fahrzeugübergabe besucht.  Der Grillabend der Abteilungen Steinheim und Sontheim fand dieses Jahr bei der Reithalle statt, wobei die Beteiligung nicht befriedigend war. Das Ziel des Feuerwehrausfluges war die Stadt Nürnberg, wo das Verkehrsmuseum, die Altstadt und die Burg besichtigt wurden. Der Kameradschaftsabend stellte wie jedes Jahr wieder den Glanzpunkt  im  geselligen Jahresablauf dar, und es wurde wieder bis in die frühen Morgenstunden bei bester Unterhaltung gefeiert.

Ausschußsitzungen

 Im abgelaufenen Jahr wurden 2 Gesamtausschußsitzungen abgehalten . Der Abteilungsausschuß der Abt. Steinheim/Sontheim traf sich neben 3 Ausschußsitzungen auch  zu einem gemütlichen Zusammentreffen Anfang 2003 im Wental.

An dienstlichen Veranstaltungen auf Kreisebene wurde am 12. April an der Kommandanten Dienstversammlung und der HV des Kreisfeuerwehrverbandes in Hohenmemmingen teilgenommen:.

 Der Ausschuß des Kreisfeuerwehrverbandes trat im vergangenen Jahr 3 mal zusammen.

 Als Kommandant nahm ich an insgesamt 2 Kommandanten-Dienstversammlungen teil.

 Anschaffungen

 Im Jahr 2003 wurden aufgrund der schlechten Haushaltslage der Gemeinde keine  größeren  Anschaffungen durchgeführt. Lediglich 3 Hohlstrahlrohre wurden neu angeschafft, sowie 3 defekte Funkmeldeempfänger wurden Ersatz beschafft Die Feuerwehr Steinheim ist dankbar, daß es trotz der angespannten Finanzsituation gelungen ist, das neue Löschgruppenfahrzeug LF 16/12 zu beschaffen. Hierfür bedanken wir uns bei der Gemeindeverwaltung mit Herrn BGM Schaller an der Spitze und beim Gemeinderat ausdrücklich. Dennoch sehen wir mit großen Sorgen in die Zukunft.  Es verging im letzten Jahr kein Monat, in dem nicht Mehrausgaben im Feuerwehrwesen durch neue Vorschriften oder Kürzungen der Mittel durch neue Zuschußrichtlinien oder Sparapelle durch die Gemeinde an die Feuerwehr herangetragen wurden. Die Feuerwehr hat in der Vergangenheit stets sparsam gewirtschaftet und wir dies auch weiterhin tun. Wir kommen uns vor, wie ein Tuch, an dem von allen Zeiten gezerrt wird und es kann nicht sein, daß Leute die sich ehrenamtlich für das Allgemeinwohl einsetzen ständig demotiviert und für Ihren Einsatz auch noch schlechter als in der Vergangenheit gestellt werden sollen. 

 Mein besonderer Dank gilt  allen Feuerwehrkameraden von Steinheim, Sontheim und Söhnstetten für ihren ehrenamtlichen Dienst und Einsatz. Besonders erwähnen möchte ich hier unseren Ehrenkommandanten und Leiter der Altersabteilung Hans Maier, meinen Stellvertreter Herbert Früholz die Abteilungskommandanten Rainer Niederberger und  Manfred Stütz mit seinem Stellvertreter Hans-Jürgen Söll, dem Jugendfeuerwehr Gruppenleiter Joachim Stütz und seinem Stellvertreter Martin Waldenmayer. Den Ausschußmitgliedern, den Kassenverwaltern, Schriftführern, Gerätewarte, den Zug- und Gruppenführern und dem Fachberater Öffentlichkeitsarbeit danke ich für die geleistete Arbeit und die Unterstützung, welche ich im vergangenen Jahr von ihnen erfahren durfte.

 Mein weiterer Dank gilt auch den Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung und des Bauhofs, der Polizei und dem DRK  für die gute Zusammenarbeit bei unseren Übungen im abgelaufenen Jahr. Einschließen darf ich hier auch Herrn KBM Betzler, seine Stellvertreter und die Kameraden der Feuerwache Heidenheim und der integrierten Leitstelle.

Dank sagen will ich auch an die Familie Böttcher mit Ihren Helfern für die Bewirtschaftung des Manfred Bezler Saales sowie an verschiedene Spender die uns mit Geld und Sachspenden 2003 unterstützt haben.

Dies waren unsere Feuerwehrkameraden Karl Früholz, Hans Maier, Wilhelm Kaufmann, sowie unser Wirt Rainer Böttcher.

Außerdem Hans Fähnle, der Leistungsring, die Rheumaliga. die Firmen Metallveredelung Rieger, Daimler Chrysler und Ziegler. Ich darf mich hierfür nochmals herzlich bedanken.

 Für die Feuerwehr Steinheim wünsche ich mir  für das Jahr 2004 auch weiterhin eine gute, vertrauensvolle Zusammenarbeit, eine gute Kameradschaft und eine gesunde Heimkehr aus allen Übungen und Einsätzen. In diesem Sinne schließe ich meinen Tätigkeitsbericht mit dem Wahlspruch der Feuerwehr

                                                                  "Der Heimat zum Schutz, dem Feuer zum Trutz,

    Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr."

 

Eberhard Kieser

Kommandant

 

 

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Letzte Änderung: durch Martin Prager