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Geschichte
Notizen vom Beginn
1. April 1971 - Beginn der von der Gemeinde Steinheim u. a. im Albuch-Boten gestarteten Informationskampagne zur Einrichtung einer Musikschule.
- der damalige Bürgermeister Bezler, Albert Geiger als vorgesehener Musikschulleiter und der Gemeinderat beraten - Dr. Armin Fett, Direktor der Trossinger Musikschule wirkt in Steinheim als Berater mit.
- Veröffentlichung der Musikschulordnung.
- BM Bezler meldet seine Tochter als erste Musikschülerin an
13. September 1971 - Beginn der Unterrichtstätigkeit für das Schuljahr 1971 / 1972 - 148 angemeldete Schüler, die von einem hauptamtlichen Lehrer und gleichzeitig Musikschulleiter, Albert Geiger, und 5 nebenamtlichen Lehrkräften unterrichtet werden. Diese nebenamtlichen Musiklehrer waren größtenteils Staatsschullehrer der in Steinheim ansässigen Grund-, Haupt- und Realschule.
Der damalieg Rektor, Rudolf Weit, stellte ideelle Unterstützung in räumlicher sowie in kollegialer Hinsicht zur Verfügung.
- die wöchentliche Untertrichtsstundezahl lag bei 51
- Aufbau der Musikschule wird anhand der unterichteten Instrumente deutlich: - zweispurige Konzeption:
a) theoretischer Klasssenunterricht und instrumentaler Gruppenunterricht, wobei die Anfangsinstrumente Blockflöte und besonders die Melodica als pädagogische Hilfsmittel zu sehen waren.
b) instrumentaler Unterricht
- Beginn: 125 Schüler in Grundausbildung Melodica oder Blockflöte, restliche verbleibende Schüler verteilten sich wie folgt: Akkordeon 14, Klavier 6, Hauptfach Blockflöte 2, Gitarre 1.
- Anfänglich bestand ein theoretischer Klassenunterricht und ein Blockflötenchor
- Das Prinzip des obligatorischen Klassenunterrichtes bzw. Gruppenbesuches wurde bis heute eingehalten. Das Gruppenangebot hat sich enorm erweitert.
- Öffentlichkeitsarbeit: bereits im ersten Schuljahr gab es eine Weihnachtsfeier aller Schüler und zum Abschluß des Schuljahres Elternvorspiele im Juli 1972.
- Im Mai 1972 verstarb Bürgermeister Bezler, der Initiator der Musikschule Steinheim.
- Mitwirkung bei der Amtseinsetzung von Bürgermeister Dieter Eisele am 8. Oktober 1972.
- Eine quantitative und qualitative Entwicklung bahnte sich an.
- Die verwaltungstechnischen Aufgaben wie Geschäftsführung, Abrechnungen, Statistiken, das Büro teilte sich Albert Geiger mit seiner Frau Ilse, die für die Musikschule als Sekretärin zur Verfügung stand. Ihr Arbeitsraum (Musikschulbüro) war zunächst ein kleiner Nebenraum des Musiksaales der Realschule.
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Resümee nach 19 Jahren
Seit dem Beginn der Musikschularbeit im Jahre 1971 sind inzwischen 19 Jahre vergangen, bald ist wieder ein Jubiläum zu feiern.
Die kulturellen Aufgaben, die Arbeit und der Einsatz der Musikschule sind dagegen geblieben und haben sich sogar erweitert: Es ist nunmehr fast eine Selbstverständlichkeit, dass Gruppen der Musikschule den musikalischen Rahmen für Veranstaltungen jeglicher Art innerhalb und auch außerhalb der Gemeinde stellen und dazu aufgefordert werden. Jubiläen verschiedenster Vereine, öffentliche Anlässe, Konzertbeiträge zur Unterstützung und Zusammenarbeit anderer
Musik treibender Gruppen wurden so mitgestaltet. Das Gemeindeleben erfuhr somit eine wesentliche Bereicherung, was aus unserer heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken wäre.
Im Jahre 1984 unternahmen die Verantwortlichen der Musikschule das große Projekt einer Schallplattenaufnahme. Im Rückblick eine gelungene Aktion.
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Weitere nicht alltägliche Höhepunkte sind und waren die Teilnahme von Schülern (solo bzw. Kammermusik) an Wettbewerben, man denke dabei an "Jugend musiziert" (regional-, Landes-, Bundeserfolge) oder an internationale Vergleiche (Internationales Akkordeon-Festival in Innsbruck 1986/1989).
Etliche Rundfunkaufnahmen wurden gemeistert, ebenso wie z.B. eine im Jahre 1983 unternommene "Partnerschaftsreise" nach Newport in England. Im Jahr 2001 wurde eine musikalische Partnerschaft mit der "Banda Philharmonica de Abhruneira" - einem wunderbaren Blasorchester aus Portugal (Montemor-O-Velho) - ins Leben gerufen. Musik verbindet in einer ereignisreichen Zeit...
Auszug aus "Chronik der Steinheimer Schulen",
Festschrift anlässlich der Einweihung des Schulerweiterungs- und Musikschulneubaus im Juli 1990
Nach 30 Jahren
Vieles hat sich geändert, entwickelt und ist im Fließen. Die Musikschulidee wurde weiterentwickelt, die Region schließt sich auch kulturell enger zusammen. Begriffe wie Innovation - Marketing - Sponsoring sind für die Musikschulen nicht mehr wegzudenken:
Die 14 Musikschulen der Region auf dem Weg ins 3. Jahrtausend
Die Reformierung des staatlichen Schulsystems durch Leo Kestenberg, im Jahre 1923 vom preußischen Landtag beschlossen, stellte die Musikschulen als zusätzliche staatlich geförderte Bildungsinstitutionen im Bereich der Musik unter kommunaler Trägerschaft an die Seite der allgemein bildenden Schulen.
Die Bedeutung musisch-kultureller Bildung für die Persönlichkeitsbildung und -entfaltung ist mittlerweile allgemein anerkannt. Bildungsangebote, die dazu beitragen, dass die anwachsende Freizeit sinnvoll gestaltet werden kann, werden nicht nur in der kommunalen Kulturpolitik, sondern in der gesellschaftlichen Diskussion überhaupt als notwendig angesehen. Die Musikschulen leisten also einen grundlegenden Beitrag zur kommunalen Kulturarbeit.
Die 14 kommunalen Musikschulen der Landkreise Ostalb und Heidenheim sind durchweg staatlich anerkannte Bildungseinrichtungen im Sinne des Jugendbildungsgesetzes des Landes Baden-Württemberg. Als solche finanzieren sie sich zu
ca. 50 % aus Unterrichtsgebühren der Eltern
ca. 10 % aus Zuschüssen des Landes Baden Württemberg
ca. 40 % aus Zuschüssen der Städte und Gemeinden.
9.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene werden von ca. 250 ausgebildeten Lehrkräften nach den anerkannten Lehrplänen des Verbandes deutscher Musikschulen (VDM) unterrichtet.
Die zukunftsorientierte Arbeitsweise der Musikschulen
Durch finanzielle Zwänge der öffentlichen Hand und den damit verbundenen rückläufigen Zuschüssen ist es den Verantwortlichen der Musikschulen bewusst geworden,
dass ein Umdenken im kulturellen Bereich erforderlich ist.
Neue Steuerungsmodelle, Kultur-Marketing, Sponsoring, Kulturmanagement sind nur einige Schlagworte, mit deren Bedeutung wir uns auseinanderzusetzen haben. Professionelle Organisation, wirtschaftliche Denkweise, überlegter Umgang mit Ressourcen und zeitgemäße Öffentlichkeitsarbeit verbergen sich hinter diesen Begriffen. Durch konsequente Anwendung und Umsetzung entstehen - wie im Wirtschaftsbereich - leistungsfähige und kundenfreundliche Musikschulbetriebe, die in der Lage sind, qualifizierte und finanzierbare Angebote zu unterbreiten.
Lothar Behounek - Leiter der Musikschule Steinheim 1993 - 31. Oktober
2008
Dr. Patrick Tröster, Leiter der Musikschule Steinheim seit 1. Mai 2009
- siehe auch: Das heutige aktuelle Angebot
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