Geschichte
Die Geschichte der Besiedlung von Steinheim am Albuch beginnt vermutlich in der
Hallstattzeit 400 - 800 v. Christus. Einzelne Grabhügel zeugen von dieser Zeit.
Viel später, um 400 nach Christus, siedelten die Alemannen auf dem Sontheimer
Hochfeld, was durch Funde von Holzbauten belegt ist. Die erste bekannte urkundliche
Erwähnung von Steinheim stammt aus dem Jahre 839, als der Ort dem Kloster Fulda
zugeschlagen wurde. 1190 gründeten die Brüder Wittegow und Berengar von Albeck ein
Augustiner-Chorherrenstift auf dem Klosterberg, das später an die Grafen von Helfenstein
fiel. Von diesen erwarb es 1302 der Habsburger König Albrecht I und gab es mit all seinen
Rechten und Besitzungen im Ort an das neugegründete Zisterzienserkloster Königsbronn
Im 15. Jahrhundert verließen die Mönche den Klosterhof und Bauern übernahmen die
Bewirtschaftung. Heute gibt die Heimatstube auf dem Klosterhof einen Einblick in die
jüngere Geschichte der Steinheimer und der Vertriebenen aus Neudorf, Weindorf und
Kroisbach, die nach dem 2. Weltkrieg in die Gemeinde kamen.
Der 30jährige Krieg brachte grausame Verwüstungen. Die Ortsteile Söhnstetten und
Sontheim wurden eingeäschert, in Steinheim blieben von 164 Gebäuden nur 57 stehen.
Im 19. Jahrhundert ernährten sich viele Steinheimer vom Weberhandwerk und der
Landwirtschaft. Den 2. Weltkrieg überstand die Gemeinde relativ unbeschadet. Der Teilort
Söhnstetten kam durch einen Eingemeindungsvertrag 1971 dazu.
Heute dehnt sich die Gemeinde mit ihren Ortsteilen Söhnstetten, Sontheim im Stubental,
Küpfendorf, Gnannenweiler, Irmannsweiler, Neuselhalden, Dudelhof, Ziegelhütten und
Bibersol auf einer Fläche von 8.240 Hektar Land aus. Mehr als die Hälfte davon ist von
Wald bedeckt und über 400 ha sind beweidetes Heideland. Die Gesamtgemeinde zählt 8.900
Einwohner, von denen 1.800 in Söhnstetten leben.
Das Steinheimer Becken ist in der Geologie weltberühmt. In Sontheim im Stubental
berichtet das Meteorkratermuseum vom Einschlag eines kosmischen Körpers vor rund 15 Mio.
Jahren.
Das moderne Steinheim ist eine beliebte Wohngemeinde mit einer gut ausgebauten
Infrastruktur. Zahlreiche Gewerbebetriebe vom Handwerk und Handel bis zu mittelständischer
Industrie bieten ein vielfältiges Angebot an Arbeitsplätzen.
Steinheim heute
Attraktive Wohngemeinde zwischen Wald und Heide
Aus dem einst verträumten und vorwiegend landwirtschaftlich geprägten Dorf auf dem
Albuch ist längst eine attraktive Wohngemeinde mit einem vielschichtigen pulsierenden
Leben geworden. Die Nähe zur Kreisstadt Heidenheim und die herrliche, abwechslungsreiche
Landschaft mit Tälern, Heiden und Wäldern haben viele bewogen, sich in der
Nachkriegszeit in Steinheim niederzulassen. So stieg die Einwohnerzahl auf heute 8.900.
Rund 1.800 davon leben im seit 01.01.1971 eingemeindeten Ortsteil Söhnstetten. Dieser
Entwicklung mußte die kommunale Infrastruktur laufend angepaßt werden, was einer enormen
Anstrengung der Gemeinde, ihrer Vereine und privater Initiativen bedurfte und auch
weiterhin bedarf. Die Gemeinde kann heute neben den selbstverständlich gewordenen
Einrichtungen wie Wasserversorgung oder Abwasserbeseitigung viele Errungenschaften ihr
eigen nennen, welche das Leben für die Bürger attraktiver und angenehmer machen.
Hoher Freizeitwert
Für Spiel, Sport und Freizeit stehen in der Gesamtgemeinde Sportplätze,
Mehrzweckhallen mit Schwimmbecken, eine Großsporthalle, Tennisplätze eine Tennishalle,
Reithalle mit Turnierplatz, Schießsportanlage, das Segelfluggelände auf der Schäfhalde
und ein Waldsportpfad zur Verfügung. Seit ca. 2 Jahren verfügt die Gemeinde über eine
der wenigen Frisbee-Golf Anlagen in Deutschland. Diese Einrichtungen erfreuen sich großen
Zuspruchs.
Reges kulturelles Leben
Einen hohen Stellenwert in der Gemeinde besitzen die Aufgabenbereiche Kultur und
Bildung. Neben den Grund- und Hauptschulen in Steinheim und Söhnstetten gibt es die
Realschule. Mit für die musikalische Bildung sorgt die seit 1971 bestehende und sehr
erfolgreich arbeitende kommunale Musikschule mit derzeit 470 Schülern. Im Rahmen der
Schulhauserweiterung in Steinheim hat auch die Musikschule eigene Räumlichkeiten
erhalten, deren Herzstück ein großer Orchestersaal mit hervorragender Akustik für bis
zu 400 Besucher ist.
Für das ausgewogene Musikleben in der Gesamtgemeinde sorgen auch die Gesangvereine,
Musikvereine, Posaunen- und Kirchenchöre. Um die Erwachsenenbildung bemühen sich die
Volkshochschulen in Steinheim und Söhnstetten mit einem reichhaltigen Programm. Nicht
zuletzt kann auch die Ortsbücherei erwähnt werden. Mit über 26.000 Bänden zählt sie
zu den bestausgestattesten in Baden-Württemberg.
Besonders sehenswert
Das Meteorkratermuseum im Ortsteil Sontheim und der Geologische Lehrpfad vermitteln
einen hervorragenden Überblick über die Entstehung und Erforschung des berühmten
Steinheimer Beckens. Wie man früher in der Gemeinde Steinheim am Albuch lebte, zeigt die
Heimatstube auf dem historischen Klosterhof in der auch eine interessante ostasiatische
Sammlung zu sehen ist. Eine mittelalterliche Backstube sowie eine originale alte Schmiede
gehören zu den weitern Höhepunkten der Heimatstube. Außerdem präsentieren die
Vertriebenen aus Kroisbach, Neudorf und Weindorf in der Heimatstube ihr donauschwäbisches
Kulturgut. |