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30 Jahre Partnerschaft: Gemeinde Steinheim

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Besuch in Colombelles zum 30jährigen Bestehen der Partnerschaft

“Heute sind wir die besten Freunde der Welt”

Ein klares Bekenntnis von Colombelles Bürgermeister Marc Pottier bei der Feier von 30 Jahre Jumelage mit Steinheim. Eine große Delegation feierte in der Normandie mit den Franzosen dieses Jubiläum

Vier erlebnisreiche Tage liegen hinter einer großen Delegation aus Steinheim, die insgesamt 2250 Kilometer unterwegs war, um in der 7000 Einwohner großen Stadt Colombelles die Verschwisterung mit Steinheim vor nunmehr 30 Jahren zu feiern. Die Gastgeber, allen voran Marie Thérèse Legras mit dem Colombeller Partnerschaftskomittee, hatten ein großes Programm inszeniert und Evelyne Laye eine bemerkenswerte Bilderausstellung gestaltet. Dort befanden sich auch vier Schaufensterpuppen, die entweder die Steinheimer oder aber die Tracht der Normandie trugen.

Es gehörte zu diesem Jubiläum bei spätsommerlichen Temperaturen, dass derer gedacht wurden, die einst die Jumelage arrangiert hatten und inzwischen nicht mehr unter den Lebenden weilten. Es waren schmerzliche Augenblicke, als die Bürgermeister Olaf Bernauer (Steinheim) und Marc Pottier (Colombelles) und die Komitee-Präsidenten Erika Edler (Steinheim) und Marie Thérèse Legras (Colombelles) nach kurzen Gedenkworten Blumengebinde niederlegten.

Ein erster großer Höhepunkt war am Sonntag im Rathaus zunächst ein Empfang, in dessen Verlauf unter großer Anteilnahme der Bürger und der Steinheimer Delegation die Partnerschaftsurkunde erneut unterschrieben und damit die herzliche Verbundenheit mit Steinheim unterstrichen wurde. Während der sehr wohl erhebenden, wie schlichten Feierstunde „pflanzten“ Kinder und Menschen im schon gesetzten Alter die gelben Sterne in das aus blauen Blüten vorbereitete „blaue“ Tuch, das am Ende die Fahne Europas zeigte.

Offizielle Reden wurden bei der Gelegenheit nur zwei gehalten. Olaf Bernauer erinnerte sich zunächst an die 25-Jahr-Feier und zeigte sich tief erschüttert, über das viele Leid, das in den letzten fünf Jahren insbesondere die Franzosen getroffen hat. Die Terroranschläge seien unerträglich: „Wohl niemand hätte sich zu Beginn der Aussöhnung von Frankreich und Deutschland auch nur im Entferntesten vorstellen können, was auf uns zukommt. Noch nie wurde unsere Freundschaft und Verbundenheit, die Freiheit und unsere Art zu leben, durch aufkommenden Hass und Nationalismus auf so eine harte Probe gestellt wie durch die heutigen Zeiten… Die Tausenden Gräber der Kriege sollten uns alle zum Frieden mahnen“.

Bernauer sprach davon, dass am Anfang der Verschwisterung eine Zeitungsannonce stand, die schließlich am 1.November 1986 zur Besiegelung der Partnerschaftsurkunde durch die damaligen Bürgermeister Dieter Eisele und Marie Petitpas stand. Was folgte, waren viele Besuche, viele sportliche Begegnungen und auch kulturelle wie musikalische Veranstaltungen. Dieses Fest sei aber zugleich der Aufruf an die Jungen, das Vermächtnis der Alten, die Aussöhnung von Deutschland und Frankreich fortzuführen.

Marc Pottier betonte in seiner bewegenden Rede, wer sich einst für diese Partnerschaft und für die Aussöhnung zwischen Deutschen und Franzosen einsetzte. Viel sei getan, viel erreicht worden. Angesichts der aktuellen Situation müsse man sich noch einmal auf all die Werte besinnen, die das Europa von heute ausmachen. Im Blick auf das bislang erreichte, aber auch im Blick auf das prima Miteinander von Steinheim und Colombelles rief Pottier aus: „Heute sind wir die besten Freunde der Welt“. Nach dem der starke Beifall abgeebbt war, sagte Pottier: “Die Freundschaft lebt auch davon, dass Colombeller Steinheimer gastfreundlich aufnehmen und umgekehrt die Steinheimer die Colombeller. Dies alles fördert die Liebe und die Freundschaft zwischen unseren Ländern und den Menschen, die hier leben!“

Der Nachmittag brachte dann ein flottes wie spannendes Handballspiel zwischen der weiblichen A-Jugend (des TV Steinheim) und der Colombeller. Es siegten mit 23 : 15 die Gastgeberinnen.
Die erste Mannschaft spielt übrigens in der Nationalmannschaft Frankreichs. Schließlich streiften sich die beiden Bürgermeister Trikots über, desgleichen Mitglieder der Partnerschaftskomitees zum Schießen auf ein Fußballtor. Die Bürgermeister schlugen sich als Torsteher wacker und so trennte man sich, als das Ergebnis ein Unentschieden war.

In der Peter- und Paul-Kirche wurde am Abend zunächst musiziert – durch Schüler und Lehrkräfte der Musikschule Steinheim. Es erklangen sowohl Werke von Bach und Haydn als auch moderne Stücke wie „Quartango“, Olivion, „Per il mio“ oder „Cancoe da Manha feliz“.

Das eigentliche Festbankett mit Tanz schloss sich im festlich herausgeputzten „Stade Pierre Rival“ an. Hier sprachen die Präsidentinnen der Comitees Erika Edler (Steinheim) und Marie Thérèse Legras, und tauschten die Gastgeschenke aus. Die Steinheimer hatten einen Pokal der Freundschaft mitgebracht, der einen Ehrenplatz im Colombeller Rathaus bekommen wird. Noch einmal klang die Begeisterung durch über die am Vormittag gepflanzten Sterne Europas und das doch noch einige der „Väter“ der Jumelage diese 30-Jahr-Feier miterleben können. Die Rednerinnen waren sich darin einig, was Marie Thérèse Legras so zusammenfasste: „Auch wenn manche die Sprache des anderen nicht sprechen, so verständigen sie sich doch und pflegen auf ihre Weise diese Freundschaft. Eigentlich sind diese Treffen doch viel zu kurz.“

Ein „trés grand merci“ stellte Erika Edler an den Anfang ihrer Ansprache: „Das war heute ein wunderbarer Tag, der uns allen zeigte, was uns diese Freundschaft bedeutet“. Im Blick auf die momentan doch sehr angespannte Weltlage wünschte sich Erika Edler, dass niemals wieder Grenzen hochgezogen werden zwischen Deutschland und Frankreich und dass endlich die Politiker eine Lösung des Friedens für die Tragödien auf dieser Erde zu Wege bringen: “Ich bin sehr glücklich, in Zeiten des Friedens zwischen unsren beiden Ländern erleben zu dürfen.“

 

Am Montag führte eine Ausfahrt zunächst auf den (deutschen) Soldatenfriedhof Mont de Huisnes“, auf dem knapp 12 000 deutsche Soldaten, sowie einige Zivilisten und viele kleine Kinder aus einem Internierungslager bestattet sind. Bei diesem Besuch flossen Tränen.

Zunächst war die Stimmung gedrückt auf der Weiterfahrt zum Mont Saint Michel. Die Anfänge der Basilika auf einem Berg mitten im Meer reichen bis ins zehnte Jahrhundert nach Christi Geburt zurück. Angesichts der spätsommerlichen Temperaturen war der Andrang der Touristen riesig.

Auf der Rückfahrt konnten verschiedene Sehenswürdigkeiten auf einer Stadtrundfahrt durch Paris betrachtet werden. Beim Eifelturm wurde ein Halt eingelegt, damit auch dieser in Ruhe angeschaut werden konnte. Alles in allem war die Fahrt nach Colombelles ein voller Erfolg, welche alle Beteiligten noch lange in Erinnerung behalten werden.

 

Eine kleine Delegation von Steinheimern wird vom 01. bis 04. Dezember 2016 nach Colombelles reisen, um dort verschiedene Waren aus Steinheim und der Umgebung beim dortigen Nikolausmarkt zu verkaufen. Dabei werden auch Waren von Colombelles mitgebracht, welche dann am Samstag, den 10. Dezember 2016 vor dem Rathaus verkauft werden.

Nächstes Jahr findet der Gegenbesuch von Colombelles zum 30jährigen Jubiläum bei uns in Steinheim vom 11. bis 14. Mai 2017 statt. Wir dürfen mit einer Delegation von ca. 50 Personen rechnen, für die wir heute schon Gastfamilien suchen.
Falls Sie gerne Kontakt und eine Freundschaft zu unseren Gästen aus Frankreich aufbauen möchten und an dem Wochenende einen Schlafplatz zur Verfügung stellen können, scheuen Sie sich nicht uns anzuschreiben.
Wir sind über jeden Platz dankbar.

Infobereiche

Highlights

Meteorkrater – Museum

Vor etwa 15 Millionen Jahren entstand durch den Einschlag eines Meteoriten das Steinheimer Becken – der heute wohl besterhaltene und prägnanteste Meteoritenkrater mit Zentralkegel.

Heimatstube auf dem Klosterhof

Pflege von Brauchtum, Vorführungen alter Handwerkstechniken und die Bewahrung von Ausstellungsstücken aus früherer Zeit sind die Aufgaben des Heimatvereins Steinheim e. V.

Interaktiver Wentallehrpfad

Die bizarren Dolomitfelsen, von einem einstigen Flusslauf geformt, machten ein Trockental im Gemeindegebiet im Laufe der Jahrhunderte zum sagenumwobenen Wental. Seit dem Jahr 2010 führt der interaktive Wentallehrpfad von Steinheim aus durch das Wental bis zum Landhotel Wental, das sich bereits auf der Gemarkung Essingen befindet.

Gemeindewald

Steinheim hat einen sehr großen Wald, die Wälder der Gemarkung Steinheim zählen zum Albuch, dem größten zusammenhängenden Waldgebiet der Schwäbischen Alb.