Aktuelles: Gemeinde Steinheim

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Heimaterde aus vier Ländern für eine Eiche

Colombelles weiht den “Jardin de la Paix” ein. 70 Steinheimer bei der Einweihung dabei.

Ursprünglich sollte mit der Neugestaltung der Gedenkstätte für die Kriegstoten in Steinheims französischer Partnergemeinde Colombelles im Spätjahr 2017 eingeweiht werden. Aber bis dahin konnten verschiedene Arbeiten nicht ausgeführt werden. So bestätigte sich einmal mehr das Sprichwort: Gut Ding will Weile haben. Gefeiert wurde nun am 18.Juni- mit großem Programm.

Sichtlich Spaß hat es den Oberhäuptern aus Colombelles (Frankreich), Steinheim (Deutschland), Kornaka (Niger) und Novaci (Nord-Mazedonien) gemacht, als sie in einem großen Bottich die Erde aus den vier Kommunen angerührt und damit die Baumgrube einer schon im März 2019 gepflanzten Eiche im Jardin de la Paix aufgefüllt haben. Mit diesem Garten des Friedens wie auch mit dem 2017 eingeweihten (internationalen) Denkmal für die Gefallenen der Kriege hat Colombelles ein Alleinstellungsmerkmal in Frankreich. Wie berichtet, waren damals Stelen mit den Namen der Kriegstoten aus den vier Kommunen enthüllt worden.

Vor etwas mehr als 250 Personen wurden eben an dieser Gedenkstätte Blumengebinde zu den Klängen des Tattoo und der Nationalhymnen niedergelegt. Die Veteranen senkten ihre mitgebrachten Fahnen. Grundsätzliche Reden zum Thema Erinnern, Krieg und Frieden hielten die Bürgermeister Marc Pottier (Colombelles) und Holger Weise (Steinheim). Da die Erlebnisgeneration der Kriege aussterbe, sei es an allen Nachfahren, niemals zu vergessen, welche Folgen ein Krieg für die Zivilbevölkerung wie für die Kriegsparteien habe. Immer wieder müsse man sich die Ereignisse vor Augen führen und alles unternehmen, dass nie wieder Krieg ausbreche, mahnte Pottier.

Holger Weise nannte die Einweihung des Jardin de la Paix „ein großes Ereignis in der Geschichte Colombelles“ und ein Sinnbild „für Freundschaft und Frieden in Europa“: „Frieden ist ein hohes Gut, das wir, die Nachkriegsgeneration mit Sicherheit nicht hoch genug schätzen, weil für uns der Frieden ein Normalzustand ist.“ Die Skulptur der Sägebrüder Martin und Winfried Breunig, die die Entstehungsgeschichte des Steinheimer Beckens erzählt, möge immer an Steinheim erinnern, wünschte Weise.

  

Erst vor 33 Jahren sei die Partnerschaft zwischen Colombelles und Steinheim besiegelt worden, sagte Weise und freute sich, dass diese Partnerschaft auf breiter Basis von Bürgern und Vereinen getragen werde. Es könne aber auch noch mehr getan werden. Entsprechende Gespräche würden geführt. Besonders wünscht sich Weise wieder einen Schüleraustausch, der bislang an den unterschiedlichen Schulsystemen krankte und neuerdings beeinträchtigt wird, weil Colombelles seine weiterführenden Schulen verloren hat. Deshalb freute es Weise besonders, dass unter der Leitung von Frank Raudies etwa 20 Hillerschüler mit nach Colombelles gekommen waren. Und das trotz Pfingstferien.

Klassen der Grundschule Colombelles und die Hillerschüler trugen dann bepflanzte Blumentöpfe und kleine Kunstwerke in den Garten des Friedens. Die bemalten Pflastersteine werden allerdings noch in ein Betonbett verlegt, damit sie ja keiner als Argumentationsmittel bei Demonstrationen verwenden kann.

Bei der einwöchigen Rundreise durch die Normandie wurde zunächst die Landungsküste besucht. Der weltberühmte Teppich, der die Geschichte des Nationalhelden Wilhelm der Eroberer erzählt, wurde in Bayeux bestaunt. Eine Tagestour führte zum Mont Saint Michel, einem von Touristen voll in Beschlag genommenen Wallfahrtsberg, der bei Flut vom Meer umtost ist. Die Deutsch-Französin Andrea Hippe führte die Vielgereisten an die Blumenküste nach Honfleur und Deauville und in die dem Gedenken an auf See gebliebenen Seefahrern gewidmete Wallfahrtskirche Notre Dame de Grace.

Erika Edler, die Präsidentin des Partnerschaftskomitees, und ihr Stellvertreter Alfred Mahlau hatten eineinhalb Jahre lang diese Tour vorbereitet. Insgesamt wurden 2600 Kilometer im Bus zurückgelegt.

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Highlights

Meteorkrater – Museum

Vor etwa 15 Millionen Jahren entstand durch den Einschlag eines Meteoriten das Steinheimer Becken – der heute wohl besterhaltene und prägnanteste Meteoritenkrater mit Zentralkegel.

Heimatstube auf dem Klosterhof

Pflege von Brauchtum, Vorführungen alter Handwerkstechniken und die Bewahrung von Ausstellungsstücken aus früherer Zeit sind die Aufgaben des Heimatvereins Steinheim e. V.

Interaktiver Wentallehrpfad

Die bizarren Dolomitfelsen, von einem einstigen Flusslauf geformt, machten ein Trockental im Gemeindegebiet im Laufe der Jahrhunderte zum sagenumwobenen Wental. Seit dem Jahr 2010 führt der interaktive Wentallehrpfad von Steinheim aus durch das Wental bis zum Landhotel Wental, das sich bereits auf der Gemarkung Essingen befindet.

Gemeindewald

Steinheim hat einen sehr großen Wald, die Wälder der Gemarkung Steinheim zählen zum Albuch, dem größten zusammenhängenden Waldgebiet der Schwäbischen Alb.